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Der Leichtathletik-Weltverband hat entschieden, dass Marathon-Weltrekorde, die Frauen in Rennen mit Männern erzielen, nur noch Weltbestzeiten sind. Vom 1. Januar 2012 an erkennt die IAAF nur noch die Zeiten als Weltrekorde an, die in reinen Frauenrennen gelaufen werden. Unverständnis äußerten Paula Radcliffe und Irina Mikitenko auf einer Pressekonferenz des Berliner Marathons. Dass ein Rekord nach Jahren noch aberkannt wird, weil sich die Regel rückwirkend ändert, lässt die Wogen höher schlagen. Doch das eigentliche Problem ist, dass die hochklassigen Rennen auf der Welt dieses Kriterium für Weltrekorde fast ausnahmslos nicht erfüllen.
Dass männliche Tempomacherdienste einen Vorteil bringen, kann man diskutieren. Da stellt sich aber auch die Frage, ob Tempomacher bei Männerrennen nicht ebenfalls bei Weltrekorden unzulässig sein müssten? Die neue Regel ist frauenfeindlich, wirft man der IAAF vor. Nachteilig für Frauen ist sie zweifelsohne. Extrarennen für die weibliche Weltklasse würden manches Veranstalter-Budget sprengen und deshalb nicht organisiert, steht zu befürchten. Eine Schadenbegrenzung soll der Lösungsvorschlag bringen, zwei Weltrekorde für Frauen einzuführen, mit bzw. ohne Männer im Rennen.
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