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Es kommt selbst bei den besten Veranstaltungen vor. Da liegt jemand aussichtsreich im Rennen und plötzlich ist er/sie von der Bildfläche verschwunden. Ohne eigenes Verschulden um die Früchte der Arbeit gebracht. Der Streckenposten war nicht zur Stelle, der Wegweiser verstellt oder mutwillig entfernt... Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten und Unmöglichkeiten die man schon erleben durfte. Wenn bei einem Citymarathon von zwei Seiten das Ziel erreicht wird, spätestens dann wird es mysteriös. Doch im Alltag finden Laufveranstalter in solchen Situationen gern zu einer Lösung, verteilen Zeitboni oder Zeitmali, stellen mal eben die Reihenfolge des Zieleinlaufs um oder erklären salomonisch mehrere zu Siegern, die gar nicht gleichzeitig das Ziel passierten. Das Regelwerk ist eindeutig, wer die Strecke verlässt, der wird disqualifiziert.
Der Veranstalter hat dafür zu sorgen, dass die vorgesehene und zumeist ja auch vermessene Strecke von den Teilnehmern genauso abgelaufen wird, wie vorgesehen. Es ist ja verständlich, dass ein Veranstalter um Schadenbegrenzung bemüht ist, wenn Organisationsmängel Ursache eines Verlaufens sind. Es bleibt Veranstaltern unbenommen einen „Geschädigten“ etwa mit Preisgeld zu besänftigen. Doch nicht selten wird die Einlaufliste, also Platzierung oder Zeit, korrigiert. Selbst wenn Sportler dazu ihre Einwilligung geben, bleibt ein Hauch von Nötigung: Wer will schon Buhmann sein? Doch wie sieht es der Sportler: Sollte im Sport so ein Eingriff auch mal erlaubt sein, ja geradezu als Geste der Fairness erwartet werden? Oder sollte ein Missgeschick so hingenommen werden, von allen betroffenen Läufern, die bei ihrem Sport mit derlei Vorkommnissen ja immer rechnen müssen?
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